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10. KH+P ExtraTour Sardinien - Genießertörn

Zum 10-jährigen Jubiläum dieser Veranstaltung in einem der schönsten Segelreviere des Mittelmeers, der Costa Smeralda, war die Teilnehmerflotte mit 12 Crews und 76 Seglerinnen und Seglern so groß wie noch nie. Dennoch konnten wir den Gästen unsere ausgewählten "Geheimtipps" für kulinarische Genüsse näherbringen und hatten auch viel individuellen Spielraum für die Gestaltung der Törngestaltung für die Crews. Hier ein kurzer Bericht mit Informationen, die auch für individuelle Chartercrews interessant sein dürften.

Auf bewährten Spuren, aber wieder mit einer Reihe neuer Programmpunkte, verbanden 12 Yacht-Crews eindrucksvolle Segelerlebnisse mit Kostproben sardischer Küche und sardischer Weine in der ersten Juniwoche.

Das Segelgebiet der Costa Smeralda ist mit kurzen und preiswerten Direktflügen nach Olbia von deutschen und Schweizer Flughäfen (z.B.mit Air Berlin, German Wings oder Intersky) gut und bequem zu erreichen. In 30 bzw. 45 min sind die Charterstützpunkte in Portisco und Palau nach landschaftlich schöner Fahrt erreicht und die Segelwoche kann beginnen.

Zum Jubiläum gab es praktisch die ganze Woche ideales Sonnenwetter mit leichten Winden, kaum einen Tropfen Regen und sommerliche Temperaturen. Dank der kurzen Entfernungen und des glatten Wassers zwischen den vielen Inseln waren es sehr entspannte Törntage, auch für unsere Neueinsteiger.

Aufgrund der frühen Saison waren die Bojen des Marine Park des Maddalena Archipels noch nicht ausgelegt, aber auch die Kontrolleure noch nicht unterwegs, die normalerweise die Gebühren von den ankernden Yachten einkassieren. Unsere Charterpartner haben aber ohnehin i.d.R. Jahresabonnements für ihre Charteryachten abgeschlossen, sodass die Parkgebühren entweder im Preis eingeschlossen sind oder gegen geringe Gebühr beim Eincheck entrichtet werden können.

Kulinarische Highlights:
Auch diesmal zählte das Begrüßungsessen am Sonntag in unserem „Geheimtipp“ Ristorante L’Avventura in La Maddalena zu einem der Höhepunkte mit vielen verschiedenen Antipasti und Platten aus der maritimen Küche, exzellenten Primi, fangfrischem großen „Dentice“, abschließendem Dessert (ausnahmsweise kein Fisch!) und den obligatorischen sardischen Digestivi, wie Grappa, Mirto oder Limoncello. Zuvor hatte Peter Wuppermann alle Crews zu einem Prosecco-Empfang am Quai eingeladen.

Das Kontrastprogramm waren die beiden Ausflüge ins Landesinnere der Gallura zu zwei ausgesuchten Agriturismo-Bauernhöfen, in denen wir die Bauernküche genießen durften mit ebenso vielen Vorspeisen, Spanferkel, Lamm und dem „schwerwiegendem“ Seadas – Nachtisch bzw. frischem Ricotta mit sardischem Honig.

Ergänzt wurden die kulinarischen Ausflüge durch eine Weinprobe im Hafen von Santa Teresa von verschiedenen sardischen Weingütern aus dem Bereich der Gallura zwischen Olbia und Tempio. Mit Hilfe des Hafenteams wurden ein großer Teil der Gäste mit den Booten der "Ormeggatori" spontan von unseren Yachten auf die gegenüberliegende Seite des Hafens zur Weinprobe transportiert. 

Die Vielfalt der Hafenstädtchen, modernen Marinas, Inseln und Buchten in der spezifischen Landschaft der Costa Smeralda mit bizarren Felsformationen, türkisfarbenem Wasser, grüner Macchia und der mediterranen Blütenpracht bot jeden Tag neue Erlebnisse und auch Möglichkeiten zur individuellen Törngestaltung der einzelnen Crews, insbesondere in der zweiten Hälfte der Woche.  Neben dem eigentlich "obligatorischen" Ausflug in die alte Korsen-Stadt Bonifacio mit tiefeingeschnittenem Fjord in die hohen Kalkfelsen, auf denen der alte Stadtkern hoch über dem Meer thront, haben die meisten Yachten diesmal auch nach längerer Unterbrechung Porto Vecchio auf der Ostseite Korsikas ebenfalls mit einer attraktiven Altstadt hoch über der modernen Marina besucht.

Unsere Route und unsere Ankerplätze:
Von den Charterbasen in Portisco und Palau ging es am Sonntag in die Cala Gavetta, den gut organisierten Hafen der lebendigen Städtchens La Maddalena mit Lokalen, Geschäften, einer kleinen Markthalle und viel Flair (Festmachen an Bojen bzw. Mooringleinen). Von dort segelten wir durch die Inselgruppe des Maddalena Archipels am Montag in die tiefe Bucht von Porto Vecchio am berühmten korsischen Leuchtfeuer von La Chiappa vorbei. Ein indidueller Abend, den die Crews teils in der hochgelegenen Altstadt verbrachten oder bei einem zünftigen Bordessen in der kleinen Marina. Der nächste Tag erlaubte aufgrund des ruhigen Wetters die spannende Pinarello Passage zwischen der Südküste Korsikas und verschiedenen Felseninseln und Untiefen mit einer interessanten Navigation nach Peilmarken und Kardinalzeichen. Zwischenstops zum Baden boten malerische Buchten und Ankerplätze wie die "Rondinara". Für das Tagesziel Bonifacio hatte uns der Hafenmeister für die KH+P-Flotte Liegeplätze nebeneinander am Quai für die Maxiyachten reserviert und somit auch das Manövrieren in denen engen Gassen zwischen den Stegen erspart. Hier lagen wir in unmittelbarer Nachbarschaft zur berühmten J-class Yacht "Shamrock" (36,5 Meter für 8 Chartergäste und 9 Crew, gebaut 1930, letztes refit 2014, auch charterbar über KH+P) und exklusiven Motoryachten. Individuelles Programm zum Entdecken Bonifacios für die Crews.

Am vierten Tag war das gemeinsame Ziel die moderne Marina von Santa Teresa nahe dem Capo Testa, dessen Buchten einige Crew noch zu einem Badestopp nutzten. Am Spätnachmittag folgte auf die Weinprobe ein kleiner Busausflug ins Hinterland zum Agriturismo Li Nalboni, bei dem wir zu den kulinarischen Freuden auch noch den Blick auf die Straße von Bonifacio und Korsika genießen konnten samt einem bildbuchmäßigen Sonnenuntergang über dem Meer.

Für Donnerstag und Freitag gab es "freies Segeln". Einige Crews trafen sich in dem kleinen exklusiven Hafen "Poltu Quatu", 5 Yachten ankerten in der geschützten Bucht "Cala Portese" auf Caprera in einer ruhigen Vollmond-Ankernacht, andere in Porto Rafael zu Füßen  einer in der Macchia versteckten besonderen Villen-Anlage.

Spannende Momente gab es für einige unserer Yachten, die in unmittelbarer Nähe die Wettfahrten der "Loro Piana" Superyacht-Regatta vor Porto Cervo am Donnerstag und Freitag beobachten konnten, wo es keinerlei Absperrungen und somit spannende Begegnungen gab :-)! Bilder davon in unserem Facebook-Album, s.u.

Weitere Buchten konnten noch Freitag erkundet werden, bevor die Hälfte der Yachten in Porto Cervo im "alten Hafen", der Marina Sarda am Schwimmsteg direkt unterhalb der berühmten Piazetta und gegenüber den Maxiyachten für die Nacht festmachte, und der andere Teil der Flotte zurück in den Marina von Portisco weitersegelte. 

 

Überraschungen Preisniveau:
Auch wenn Sardinien, speziell die begehrte Costa Smeralda mit ihren Jet-Set-Treffs, als teuer gilt, haben wir doch eine ganze Reihe positiver Überraschungen machen können. In vielen guten Restaurants sind gute sardische Weine schon ab ca. 18 Euro/Flasche zu haben. Für Viele eine große Überraschung: auf der Piazzetta in Porto Cervo, umringt von Gucci, Versace und anderen Nobelboutiquen, kostete jetzt der Espresso in der zum berühmten Hotel Cervo (Sheraton) gehörenden Terrassen-Bar auf der gegenüberliegenden Platzseite mit Service und Lounge Sesseln nur 1 Euro (!!), der Cappucino 1,50 Euro, ein Champagner-Glas Moet & Chandon 15 Euro…. Achtung, in der Bar in der Mitte der Piazzetta wurden beim letzten Mal pro Espresso oder anderem Getränk mit satten 30 Euro Abschreckungsgebühr die Touristen ferngehalten. Also vor dem Bestellen in die Karte schauen. Dann können auch exklusive Orte sehr preiswert sein! .

Yacht-Tipps:
Bei den richtigen Charterpartnern können auch ältere Schiffe eine sehr gute Wahl sein. Bei unserem Partner Boomerang in Portisco hatten wir z.B. 2 Oceanis 473 gebucht aus den Jahren 2003, die eine sehr positive Bewertung der Crews fanden. Sehr gute Einweisung vor Ort.

Selbst dem Flughafen Olbia/Costa Smeralda können wir eine gute Bewertung abgeben: Gutes Design, gute Läden und Restaurants in der Halle; unser Tipp für Wartezeiten ist jedoch das kleine Café/Bar/Pizzeria zwischen Terminal und Mietwagen-Zentrum wenige Schritte entfernt mit Loungesesseln unter Oliven- und Oleanderbäumen und sehr zivilen Preisen (hat im Juni aber nur von 8-20 Uhr offen).

Eine Auswahl eindrucksvoller Fotoimpressionen von dieser (und früheren) Sardinien-Touren finden sich in unseren Facebook-Alben.

Gern geben wir weitere Tipps und Ratschläge auch an individuelle Charterkunden für dieses besondere Chartergebiet weiter und arbeiten Ihnen Vorschläge aus.

Hartmut Holtmann
Geschäftsführer KH+P