Logo KH+P yachtcharter.

Rufen Sie uns während der Bürozeiten an: +49 (0)711 638282

Charteranfrage
Propektanforderung
Mitteilung

Bericht von der 21. Karibik Trophy Nov-Dez 2010

Mit 13 Schiffen inkl. Organisation hat die 21. Karibik Trophy eine Vielzahl von Karibik-Inseln zwischen Guadeloupe, Dominica und St. Martin besucht. Ein denkbar knappes Ergebnis unter den ersten 3 Trophy-Crews, alle punktgleich nach 3 Wettfahrten. Hier die Ergebnisse und ein erster Bericht, sowie einige Fotos.

Trophy Flotte vor Green Island

Mit rund 80 Teilnehmern startet die 21. Karibik Trophy zu einem spannenden und abwechslungsreichen "karibischen Inselcocktail": 8 Monohulls (Harmony 42, 47 und 52) sowie 5 Katamarane (3 Catana 47 OC für die Wettfahrten, eine Catana 50 für das Organisations- und Regattateam, eine Catana 43 für das technische Support-Team)

Die Hauptflotte startete von Guadeloupe aus, einige wenige Yachten kamen aus Martinique und 3 Crews hatten vorab ihre Yacht schon ausSt. Martin abgeholt. Neu in diesem Jahr war der Besuch der touristisch noch wenig entwickelten Naturinsel Dominica, wo die Teilnehmer am Montagabend mit einer netten Begrüßung mit Rumpunch, Informationsbroschüren, Musik und Vorschlägen für mögliche Insel-Exkursionen am Folgetag von den Vertretern des Touristboards begrüßt wurden. Am Dienstag unternahmen die meisten Crews einen Ausflug per Boot zum Indian River in den Regenwald hinein, der seinem Namen alle Ehre machte. Andere Crews gingen auf Inseltour mit dem Bus. Am Abend stieg dann das große Welcome-Fest unterhalb des restaurierten Fort Shirley, bei dem zum ersten Mal alle Crews beisammen waren. Neben einem typisch karibischen Essen und Begrüssungsreden der Inselvertreter gab es eine mitreissende Vorführung einer Trommel- und Tanzgruppe Dominicas.

Der erste Regattatag führte von Dominica nach Les Saintes, und erfreulicherweise verzichtet Dominica auf eine Ausklarierungsprozedur, wenn man nicht länger als 2 Wochen im Lande bleibt. So konnten wir uns ganz auf den Segelspaß konzentrieren, der mit Winden zwischen 20 und 30 Knoten recht "sportlich" ausfiel.

Die nächsten Tagen dienten dem Entdecken der Inseln und Ankerplätze. Auf Les Saintes wurde für uns nachmittags das interessante Fort Napoleon mit einem kleinen, sehr interessanten Museum zur Kolonialgeschichte und den großen Seeschlachten um Les Saintes von Engländern und Franzosen geöffnet, das zudem einen grandiosen Ausblick im Abendlicht über die umliegenden Buchten bot. Leider hielten sich die großen Leguane am Nachmittag versteckt. Auch am nächsten Ziel Anse Deshaies wurde der Trophy mit einer Begrüssung in der Bar "Hamilton" wieder etwas Besonderes geboten: Live Musik, Rumpunch und andere karibische Getränke und viele Platten mit schmackhaften karibischen Leckerbissen trösteten über die heftigen tropischen Regenschauer hinweg.

Auf Antigua waren Inselkenner überrascht über die schnelle, freundliche und unkomplizierte Einklarierung. In einer recht eindrucksvollen Reihe lag die gesamte Trophy-Flotte nebeneinander an vorreseriverten Plätzen im historischen Nelson's Dockyard, wo die einheimische Distillery zum Sunset den Teilnehmern zur Begrüßung einen "Antigua Black" aus der black pineapple und gutem Antigua Rum kredenzte sowie jede Crew mit einheimischem Rum versorgte. Nicht nur der Vertreter des Tourismus-Ministers begrüßte die Gruppe, sondern die gesamte neue Organisationsmannschaft der Antigua Sailing Week, mit der unsere Skipper danach intensiv die neuen Pläne für die ASW 2011 diskutierten.

Rumd um Antigua gab es dann zwei weitere Wettfahrten, eine zur türkisfarbenen Bucht Nonsuch Bay, wo abends eine zünftige Beachparty mit selbst gemixtem Rumpunch stattfand. Wegen sehr starker Winde wurde die Wettfahrt zuück ausgesetzt, so konnte jeder nach eigenem Gusto nach Falmouth Harbour segeln, wo neben der 88m langen "Maltese Falcon" unsere Schiffe in der Antigua Yacht Club Marina anlegen durften, aber gegenüber dieser Super-Segelyacht eher wie Spielzeuge aussahen. Dem Empfang im berühmten Antigua Yachtclub durch die Commodorin Elizabeth Jordan und John Duffy, Chairman der Antigua Marine Association folgte die Sunset-Party hoch auf Shirley Heights mit grandiosen Ausblicken im Abendlicht auf English und Falmouth Harbour und die dort ankernden Yachten.

Die dritte und letzte Regatta führte von Falmouth nach Jolly Harbour, einer modernen Marina auf der Westseite Antiguas mit guter Infrastruktur und bester Versorgung. Auch hier ein Trophy-Empfang durch das Marina Management und von dort ging es nahtlos über zur Siegerehrung und Party im benachbarten Jolly Beach Hotel. Fantastisch zwischen Pool und Strand aufgebaut war der Dinnerbereich im Freien, und zum Glück blieben Gäste und Büffet trocken, erst zur Steelband nach der Siegerehrung gab es den üblichen tropischen, zum Glück kurzen Schauer.

Bei der Siegerehrung erhielten alle Trophy-Teilnehmer eine kleine "Erinnerungstrophy" in Form der berühmten "Susie's Hotsauce" mit Trophy-Label, präsentiert von der Einheimischen Rosie, die für ihr bekanntes Antigua Produkt sogar schon im deutschen Fernsehen zu sehen war. Auch der Minister für Tourismus und Civil Aviation, Hon. John Maginley, beehrte die Trophy an diesem Abend mit seiner Anwesenheit und launigen Grußworten. Dann kann der spannende Moment der diesjährigen Siegerehrung, der wohl spannender nicht hätte sein können:

3 Crews lagen punktgleich vorne, jeder hatte 6 Punkte und je einen ersten, zweiten und dritten Platz errungen. Nach der Regel wurde dann die Crew, die die letzte Wettfahrt als erste beendet hatte, zum Gesamtsieger der diesjährigen Karibik Trophy erklärt.
1. Platz Wolfgang Goeken und Crew auf Harmony 42
2. Platz Robby Nitsche und Crew auf Harmony 47
3. Platz Hans-Christian Wulff und Crew auf Harmony 47

Für den besten Katamaran erhielt Lukas Hummler mit Crew einen Sonderpreis. Und für die am sorgfältigst gesegelte Yacht ohne Blessuren ganz am Ende der Wertung gab es ein 5-Liter Holzfass als neuen Wanderpokal mit gutem 5 Jahre altem English Harbour Rum, der von Calbert Francis von der Antigua Distillery eigenhändig bei Übergabe eingefüllt wurde.

Die Gesamtliste der Ergebnisse ist hier als PDF angehängt.

Von Antigua ging es dann weiter zur Schwesterinsel Barbuda, wo uns eine Delegation der Insel auf dem kilometerlangen unbewohnten Sandstreifen am Westrand der Codrington Lagune empfing und dann für den Abend einen großen Lobster-Grill im Freien vorbereitete. Die Dinghy-Landungen waren bereits am Abend aufgrund des großen Schwells ein kleines Abenteuer, am nächsten Morgen wurde der Schwell dann noch stärker und die Dinghy-Landungen jeweils spektakulärer bzw feuchter. Viele besuchten das eindrucksvolle Schutz- und Brutgebiet für die großen Fregattvögel mit Booten der Einheimischen, nachmittags kamen dann die Zoll- und Immigration-Beamten per Boot zu uns zum Strand der Lagune, um uns dort aus Antigua und Barbuda ordnungsgemäß auszuklarieren, für beide Seiten sicherlich ein besonderes Erlebnis!

Den 65 sm langen Törn nach St.Barth unternahmen einige der Crews als Nachttörn, andere starteten am frühen Morgen. Bis zum Nachmittag waren alle Crews auf der Reede von Gustavia angekommen, Einklarierung inzwischen per Computer, Einkäufe und Bummel durch den kleinen Ort mit viel karibischem Flair, bunten kleinen Häuschen, in denen sich allerdings Boutiquen mit den Nobelmarken der ganzen Welt verstecken. Unser Sponsor "Ligne St. Barth", ein exklusive Kosmetik-Firma mit eigener Produktion auf der Insel, gegründet von einem deutsch-französischen Paar, lud interessierte Trophy-Gäste zu einer spannenden Betriebsbesichtigung ein, bei der am Ende natürlich Reisemitbringsel in größem Umfang geordert wurden, allerdings auch zu sehr interessanten Preisen.

Alles hat irgendwann mal ein Ende, und so trafen am Freitagabend nach einigen Zwischenstops in schönen Badebuchten alle Schiffe in der modernen Marina Fort Louis bei der franzöischen Hauptstadt vonSt.Martin, Marigot ein. Ein schöner Abschlußabend im "O'Plongeoir" mit Dinner und noch einigen Erinnerungsgaben an die Trophy-Teilnehmer beendete eine erlebnisreiche zweiwöchige Reise. Drei Crews genossen noch eine Verlängerung aufgrund einer 4-tägigen Rückführung ihrer Yacht nach Guadeloupe.

Als Veranstalter möchten wir uns an dieser Stelle noch einmal für die tolle und kameradschaftliche Atmosphäre aller Crews untereinander bedanken, es hat auch uns viel Spaß gemacht!